Wenn dem Ritter die Uniform nicht mehr passt …
Klingt komisch, war aber so: Die „Uniform“ der Hörbranzer Raubritter hat in den vergangenen Jahren einiges mitgemacht. Lange Faschingsnächte, unzählige Auftritte, kalte Umzüge und die eine oder andere kulinarische Schlacht haben ihre Spuren hinterlassen. Höchste Zeit also für eine teilweise neue Einkleidung…
Daher machten sich die Raubritter auf den Weg in den Bregenzerwald. In Hittisau wartete mit Gabi Ofner und ihrer „Glufo“ eine erfahrene Schneiderin, die bereits mehrere Faschingsgilden ausgestattet und beraten hat. Die Aufgabe war klar: Die einzigartigen Körperformen der Hörbranzer Raubritter mussten fachgerecht vermessen werden.
Also wurde Maßband um Maßband angelegt, hier gezupft, dort nachgemessen und so manche Zahl lieber zweimal kontrolliert. Gabi nahm die teilweise ungewöhnlichen, beeindruckenden und für die Nachwelt vermutlich besser geheim zu haltenden Maße mit professioneller Gelassenheit auf. Schließlich soll bei der kommenden Schneiderei nichts zwicken, spannen oder – noch schlimmer – beim ersten kräftigen „Ruggi Ruggi HOH!“ den Dienst quittieren.
Für die Raubritter war das Einmessen jedenfalls ein durchaus unterhaltsames Erlebnis. Es wurde gelacht, gestaunt und gelegentlich auch darüber diskutiert, ob bestimmte Maße tatsächlich stimmen können. Der Vormittag verging jedenfalls wie im Flug.
Nach getaner Arbeit wurde der gemeinsame Ausflug noch gemütlich fortgesetzt. In Bregenz ging es direkt an den Bodensee zum Mittagessen, bevor sich einige Ritter noch einer weiteren Herausforderung stellten: Minigolf. Ob dabei ebenso exakt eingemessen wurde wie zuvor beim Schneider? Darüber wurden keine Informationen mitgeteilt….













