Der Wettergott zeigte sich am Faschingssamstag nicht von seiner sonnigen Seite, doch echte Hörbranzer Narren lassen sich davon nicht aufhalten. Trotz leichtem Nieselregen ging der traditionelle Familienumzug planmäßig über die Bühne – und verwandelte das Ortszentrum in eine bunte, wenn auch leicht feuchte Faschingskulisse.
Pünktlich um 13.30 Uhr setzte sich der närrische Lindwurm in Bewegung. Regenponchos, bunte Schirme und wetterfeste Kostüme bestimmten zwar das Bild, doch an guter Laune mangelte es keineswegs. Musikalisch angeführt von den Leiblachtaler Schalmeien zog der Umzug Richtung Kirchplatz. Ihnen folgten die Kindergarde Hörbranz sowie das amtierende Prinzenpaar Prinzessin Tanja und Prinz Oliver mit Infantin Alisa und ihrem fröhlichen Gefolge. Standesgemäß eskortiert wurden sie von den Hörbranzer Raubrittern.
Entlang der Strecke sorgten zahlreiche maskierte und wetterfeste Zuschauer für Stimmung. Mit dabei waren unter anderem das ehemalige Gefolge Simone und Hubert, die Bergerly Hills, die Hochbucher Obsthexen, der Berger Kinderfasching Lochau, die Howilar Rutschbugglar, die Bäumler Zunft Lochau, die Pink Panthers, die Flachshuilar Guggamusik Sonthofen, die Harder Faschingsnarren, die Landjugend Weiler, das Gefolge 48, die Guggamusik Stuabruch Tschäppra, der Kinderfasching Leiblach sowie die Pfütza-Fägar Lochau. Sie alle brachten Farbe ins Grau des Himmels, verteilten „Zuckerle“ und jede Menge närrische Lebensfreude.
Am Festplatz hatten die Hörbranzer Raubritter Spielstationen vorbereitet, von denen witterungsbedingt leider nicht alle genutzt werden konnten. Für die kleinen Mäschgerle gab es dennoch Hotdogs und Saft. Das Bauhofteam hatte den Platz bestmöglich vorbereitet, Vereine spannten Wetterschutz auf und die Gemeinde stellte große Schirme zur Verfügung, sodass Speisen und Getränke angeboten werden konnten. Auf der Kirchenstiege sorgten mehrere Guggamusiken mit einem Platzkonzert für zusätzliche Stimmung – Tanzen half dabei, sich aufzuwärmen.
Vom Balkon der Volksschule bedankten sich Prinzessin Tanja, Prinz Oliver und Infantin Alisa bei den Besuchern für ihr Kommen und ihre Wetterfestigkeit. Auch den teilnehmenden Vereinen galt ihr Dank.
Wer dem Regen entkommen wollte, fand zahlreiche Alternativen: Im Leiblachtalsaal heizten die Leiblachtaler Schalmeien mit ihren DJs HONZZ und MINIMI bei der After-Umzugsparty kräftig ein. In der Galerie L95 lud ein beheiztes Zelt mit Kinderbereich zum entspannten Feiern ein. In der alten Turnhalle boten die Leiblacher Fetzahexa ein letztes Mal ihr beliebtes Kinderprogramm, bevor das Gebäude abgerissen wird. Und auch in Fronhofen/Backenreute wurde traditionell im kleineren Rahmen weitergefeiert.
Das Prinzenpaar absolvierte mit seinem Gefolge einen regelrechten Marathon und stattete allen Veranstaltungen einen Besuch ab. Für Raubritterkomtur Wolfgang Schön und Vize Christian Fetz war klar: „Eine Absage wäre uns sehr schwer gefallen. Viele Gruppen hatten Hörbranz bereits am Mittag bunt gestaltet. Im Nachhinein war es die richtige Entscheidung.“
Der Familienumzug 2026 hat gezeigt: Ein paar Regentropfen können echte Narren nicht stoppen













